Tobias Lechthaler, geboren 1991 in Kortsch, ist seit 2020 Präsident des LAC (Leichtathletikclub) Vinschgau Raiffeisen. Nach seiner Zeit als erfolgreicher Mehrkämpfer, hat er als sportlicher Leiter und Präsident maßgeblich die Jugendförderung im Tal vorangetrieben. Pohl Immobilien ist seit vielen Jahren Sponsor des LAC Vinschgau.
In Schlanders hat am Freitag, 18. Juli 2025 wieder das internationale Stabhochsprung-Meeting stattgefunden – wie lautet das Resümee?
Es war ein Erfolg auf ganzer Linie. Das Wetter hat perfekt mitgespielt, die Stimmung war hervorragend, und die Athletinnen und Athleten haben beeindruckende Leistungen gezeigt. Wir sind wirklich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Abends.
Wie gelingt es euch, jedes Jahr wieder so starke Teilnehmer*innen nach Schlanders zu holen?
Wir versuchen, die besten Athletinnen und Athleten einzuladen – auch wenn das nicht immer ganz einfach ist. Manchmal kommen auch weniger bekannte Springer*innen, die dann aber mit Top-Leistungen überraschen. Es ist diese Mischung, die das Event so besonders macht.
In diesem Jahr gab es sogar Rekorde – wer waren die Highlights?
Bei den Frauen war das ganz klar die Brasilianerin Juliana Campos. Sie hat bei uns in Schlanders ihre bisherige Bestmarke von 4,73 Meter übersprungen – mit 4,76 Meter ist sie nun die Nummer 8 der Welt. Bei den Männern sorgte der Niederländer Menno Vloon für einen Höhepunkt: Mit 5,91 Meter stellte er einen neuen Platzrekord auf und rangiert jetzt auf Platz 5 der Weltbestenliste.
Wie kommt ihr an so hochkarätige Athlet*innen?
Das ist über viele Jahre gewachsen. Unser Meeting fand heuer zum 21. Mal statt – das spricht sich herum. Ein wichtiger Name in diesem Zusammenhang ist Erwin Schuster. Er hat früher auch das Malser Sommermeeting organisiert und verfügt über ein großes internationales Netzwerk. Dieses Know-how trägt viel dazu bei, dass wir regelmäßig Weltklasseathleten in den Vinschgau holen können. Johannes Kaserer ist derzeit dabei, in diese Rolle hineinzuwachsen und wird diese Arbeit in Zukunft weiterführen.
Wie werden die Athlet*innen bei ihrem Aufenthalt betreut?
Wir legen viel Wert darauf, ihnen nicht nur sportlich ideale Bedingungen zu bieten, sondern auch ein echtes Erlebnis. Es gibt zum Beispiel Führungen durch den Laaser Marmorbruch oder kleine Ausflüge, um ihnen die Region näherzubringen. Viele Trainer*innen und Manager*innen nehmen das sehr positiv wahr – sie bekommen ein rundum gutes Bild von Schlanders, und das motiviert sie, wiederzukommen.
Was schätzen die Zuschauer*innen am meisten an diesem Event? Sind es die sportlichen Höchstleistungen?
Natürlich sind die Rekorde ein großes Highlight – aber was viele besonders schätzen, ist die Nähe zu den Athlet*innen. Anders als in großen Stadien sind die Zuschauer hier hautnah dabei. Die Kinder freuen sich riesig, wenn wir T-Shirts ins Publikum werfen, und sie haben die Gelegenheit, die Sportlerinnen ganz direkt zu erleben. Das schafft eine besondere Atmosphäre, die man so nicht oft findet.
Pohl Immobilien ist stolzer Partner des LAC Vinschgau – wir gratulieren zu einem gelungenen Event und sagen danke für das große Engagement im regionalen Sport.
Das Schlandrauntal
Wenn ich wirklich abschalten will, gehe ich ins Schlandrauntal. Dort gibt es stille Plätzchen, fernab vom Trubel – nicht überlaufen, einfach Natur. Genau das braucht es manchmal: raus aus dem Alltag, rein in die Einsamkeit.
Der Sportplatz
Natürlich darf der Sportplatz in Schlanders nicht fehlen. Er ist eine unserer Trainingsstätten. Vor rund fünf Jahren wurde die Leichtathletikbahn erneuert – und auch unsere Stabhochsprungmatte hat hier ihren Platz.
Der Kulturhausplatz
Der Kulturhausplatz ist für mich eng mit unserem Stabhochsprung-Meeting verbunden. Zwischen der Marmorstatue und den umliegenden Gebäuden entsteht eine besondere Atmosphäre. Es ist eine schöne Location für sportliche Veranstaltungen.